Nizza (Cote d`Azur)

Nizza Cote d`Azur (Alpes-Maritimes) Provence Nizza Cote d`Azur (Alpes-Maritimes) Provence

Nizza Cote d`Azur (Alpes-Maritimes) Provence

Nizza (franz. Nice) ist eine südfranzösische Hafenstadt an der Cote d`Azur nahe der Grenze zu Italien zwischen Cannes und Monaco am Mittelmeer.
Bild: Hafen von Nizza (wikimedia)

In Nizza (388.000 Einwohner) befindet sich der Sitz der Präfektur des französischen Départements Alpes-Maritimes.

Bestehend aus 23 umliegenden Gemeinden bildet Nizza die provenzalische Communauté d'agglomération de Nice-Côte d'Azur, die ca. 1 Million Einwohner hat.

Das Licht von Nizza - „La lumière de Nice“

Ein Spätnachmittag an der Engelsbucht (Baie des Angles) in Nizza irgendwann im Winter:

Schwere Wolken verhängen den Himmel in bedrohlichem Grau. Milchigtürkis schwappen die Wellen an den Kieselstrand von Nizza.

Der Wind bläst von Südwest und raschelt an den Palmen.

Plötzlich bricht die untergehende Sonne als roter Feuerball aus der Wolkenbank. Goldgelb und Zinnober erstrahlen mit einem Schlag die Fassaden an der Promenade des Anglais.

„La lumière de Nice“, dieses ganz besondere Licht, das die in pfirsichrosa und zitronengelb getünchten Fassaden wie unter Scheinwerfern erleuchten lässt, verfängt wie jeden Abend. Genau dies Licht über der weit gezogenen Bucht und die milden Wintertemperaturen machten Nizza zur Stadt des organisierten Müßiggangs, genannt Urlaub.

Nizza, südfranzösischer Touristenmagnet mit Tradition

Noch unter der Herrschaft Savoyens fanden die ersten Engländer den Weg nach Nizza und legten den Grundstein für die touristische Anziehungskraft der südfranzösischen Stadt. Bis heute glauben viele, eine Ferienwohnung in Nizza sei unbezahlbar - doch die Realität sieht anders aus.

1755 kam Lady Fitzgerald nach Nizza, kurz darauf die Herzöge von York und von Gloucester, Lord und Lady Cavendish, 1787 zählte man bereits 1500 ausländische Familien, die hier überwinterten.

Ein erstes Casino entstand, ein Theater ebenfalls. „Lou Camin dei Anglès“, den der englische Pfarrer Lewis Way 1849 anlegen ließ, um durch den Bau Arbeitsplätze zu schaffen, erleichterte den Briten bald das Promenieren an der Bucht.

Nizza avancierte vom schmuddeligen Hafenstädtchen des Königreichs Sardinien zur mondänen Lichterstadt. Hotelpaläste der Belle Epoque machten den Aufenthalt nicht nur angenehm, sondern luxuriös.

Mit dem Art Déco-Palast des Palais de la Méditerranée, seinerzeit die modernste Vergnügungsstätte der Welt, erreichte das elegante Bauen 1929 gleichzeitig Höhepunkt und Ende. Dann ging es mit der >Winterhauptstadt Europas<, je nach Sichtweise auch als >mediterranes Babylon< verschrien, bergab.

Nizza heute

Nizza heute? Das Palais de la Méditerranée war eine Ruine, wurde jedoch nach jahrelangem Verfall wiederaufgebaut.

Glaubt man dem Romancier Patrick Modiano, war es um die Stadt schlecht bestellt: „Nizza ist kein Hafen wie Marseille, hier gibt es keinen Transit von Menschen und Anschauungen.

Nizza ist ein bisschen Ende der Welt, und die Zeit blieb ein wenig stehen. Vergangener Glanz prägt die Stadt, es war einmal vor dem Krieg, als es noch Luxus gab, und die Côte d`Azur noch die „Côte“ war, von der Fitzgerald träumte, die Villen von Cimiez, Casinos, Grandhotels, allesamt heute zu Appartementhäusern und Garagen umgebaut.

Nizza in der Provence ist eine heikle Stadt: Immobilienskandale, spurlos verschwundene Casino-Erbinnen, Wahlerfolge des Rechtsradikalen Le Pen, Steueraffären und politische Possen, allen voran die Flucht von Bürgermeister Jacques Médecin 1990 nach Uruguay wegen Steuerhinterziehung und Betrugs, ließen sich Modianos Abgesang hinzufügen. Haifischbucht statt Engelsbucht?

Vielleicht. Das alles zählt nicht mehr, wenn das Flugzeug vor der Landung eine letzte Schleife über das Estérel-Massiv zieht.

Das berühmte Licht Nizzas empfängt den Ankömmling, an der Promenade verfängt der feudale Charme in Würde gealterter Fassaden, in der engen Altstadt das provenzalische Flair von Gassen und Kramläden. Auch Nietzsche erlag sechs Winter lang den Reizen Nizzas: „Die Tage kommen hier mit einer unverschämten Schönheit daher“, notierte der Weltverächter.

Nizza, Reiseziel und attraktiver Standort mit Lebensqualität

Heute verleiht der Flughafen der Stadt als wichtigster Drehscheibe an der Riviera mächtig Auftrieb, seitdem dem internationalen Terminal 1987 ein inländischer hinzugefügt wurde.

1966 wurde in Nizza das Musée Chagall gebaut, 1985 das Kongreßzentrum Acropolis, von 1988 bis 1992 der Parc de l’Avenas.

Touristen spielen für die knapp 400 000 Einwohner zählende Großstadt weiterhin eine gewichtige Rolle, auch wenn die Lords auf der nach ihnen benannten Promenade selten geworden sind.

Über 230 Hotels schaffen Arbeitsplätze in Nizza, der Tertiärsektor kommt insgesamt auf über 90 000. Seit der gelungenen Altstadtsanierung bröckeln die im Gassengeflecht verstreuten Kirchen nicht mehr besorgniserregend. Die alte Bausubstanz wurde aufwendig in Schuss gebracht, was die Bewohner der Altstadt im Gegensatz zu anderen Städten an der Côte zum Bleiben bewog.

Nizza lebt. Tost geradezu zu Karneval, der auf das 13. Jh. zurückgeht. Die moderne Variante mit Konfetti und Luftschlangen wurde im Second Empire geschaffen. Etwas später konstituierte sich 1873 erstmals ein Comité des Fêtes. Seine Majestät Carneval thront seither mit Unterbrechungen in den beiden Weltkriegen unter einem Baldachin auf der Place Masséna. Am Abend des Mardi gras (Karnevalsdienstag) wird sein Ebenbild nach einem großen Umzug am Ouai des Etats-Unis verbrannt.

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