Cannes (Cote d`Azur)

Cannes Cote d`Azur (Alpes-Maritimes) Provence

Bilder aus der Illustrierten kommen bei der Nennung von Cannes (okzitanisch Canas, von lateinisch canna für Schilfrohr) zuerst in den Sinn:

Robert Mitchum, der mit der Grazie eines Tanzbären am Strand einer heranschwappenden Welle ausweicht. B. B. mit Schmollmund und Gunther Sachs am Arm im Blitzlichtgewitter der Photographen vor dem legendären Carlton.

Liz Taylor, die Diamanten behangen auf den Stufen zum Palais des Festivals Sharon Stone die Schau stiehlt. Alle Jahre wieder im Mai spielt Cannes für zwei Wochen Hollywood.

Der Medienrummel um das Filmfestival von Cannes ist seit 1946 die beste Werbetrommel für die Stadt. Dem Defilee der Cinema-Grössen gehen im Januar die Internationale Musikmesse M.I.D.E.M. sowie die Internationale Fernsehproduktionsmesse M.I.P.T.V. voraus. lm Juni folgt obendrein das Internationale Festival des Werbefilms. Cannes, eine Stadt mit ca. 70.200 Einwohnern (2006) in Südfrankreich an der Côte d'Azur im Departement Alpes-Maritimes, setzt aus Tradition auf Glamour und Showbiz. Bühne frei für den Star der Côte!

Ferienwohnungen in Cannes sind verständlicherweise zu Festspielzeiten nicht sehr preiswert, aber meist ausgebucht, der Provence-Urlauber mit normaler Reisekasse weicht hier in die Umgebung aus.

Wach geküsst wurde das verschlafene Hafenstädtchen des Departements Alpes-Maritimes in der südlichen Provence 1834, und damit lange vor der Geburt der Côte d'Azur, von einem ehemaligen britischen Schatzkanzler, den eine sardische Quarantäneverordnung gegen die aus der Provence drohende Cholera an der Weiterreise nach ltalien ausgerechnet in Cannes zurückhielt.

Lord Brougham blieb, und stillte seine Italiensehnsucht, indem er sich eine Villa im italienischen Stil bauen ließ. Cannes' Aufstieg nahm einen Schwindel erregenden Verlauf. Schon 1853 dampfte die erste Eisenbahn in die unter Briten gepriesene Winterstation. Die Einwohnerzahl schnellte von knapp 4000 bei Ankunft von Lord Brougham auf über 20 000 im Jahre 1896 hoch. Zwischenzeitlich waren Grandhotels zum Empfang der mondänen Klientel und Molen zum Schutz ihrer Jachten gebaut worden.

Das englische Seebad am französischen Mittelmeer avancierte zum kosmopolitischen Tollhaus für Tbc-Kranke, Bohémiens, Fürsten und Geldadel. Nur das Beste war den Bauherren feudaler Villen gut genug. Forsch wurde auf japanische Pagoden, koloniale Herrenhäuser, Loire-Schlösser, maurische Villen und englische Landhäuser zurückgegriffen.

Erlaubt war, was beeindruckte, sei's durch Kolossalität, sei's durch den gewagten Stil. lm Dezember 1922 fuhr der legendäre Train Bleu zum ersten Mal im Bahnhof ein. Cannes war endgültig als Hauptstadt des Luxus und der Moden an der Côte mit bequemer Paris-Anbindung etabliert. Noch heute verfügt die Metropole des schönen Scheins über die höchste Rate von Einzelhändlern pro Einwohner im Departement, unter denen die Luxuswarenhändler deutlich überwiegen. Bliebe anzumerken, dass Cannes zudem 40 % aller Vier- und Fünf-Sterne-Hotels des Departements aufweisen kann.

Übersetzt heißt Cannes >Schilfrohre<. Die Etymologie des Namens erinnert daran, dass die Ursprünge bescheiden waren. Schilf wuchs in den Sümpfen rings um das römische Castrum auf dem Mont Chevalier.

lm Mittelalter war „Portus Canuae“ zunächst ein unscheinbares Fischerdorf im Schatten des mächtigen Klosters auf der Ile St-Honorat vor der Küste. Erst allmählich breitete sich die heutige Altstadt im Westen der Uferpromenade La Croisette um die Burg der Grafen der Provence auf dem Suquet-Hügel aus.

Apropos Croisette: Auch die berühmte, nach einem schlichten Kreuzchen benannte Flaniermeile begann kläglich als Aufschüttung einer ehemaligen Seifenfabrik.

Cannes' bezaubernde Lage längs einer weiten Sandbucht, flankiert vom Estérel-Massiv und den letzten Ausläufern der Grasser Voralpen, aber degradiert die unspektakuläre zweitausendjährige Geschichte vor seiner Lancierung als Tummelplatz der Reichen und der Schönen zur Petitesse. Mit den 30er Jahren wandelte sich der Badeort von einer Winter- zur Sommerstation. Westlich frisst sich der Vorort La Bocca unaufhaltsam in die flachen Hügel oberhalb der Siagne. Östlich bleibt das Villenviertel La Californie eine Domäne der Superreichen. Fischfang und Mimosenzucht spielen kaum eine Rolle mehr, wirtschaftlich bedeutend sind heute vier Jachthäfen mit fast 3000 Bootsplätzen, noch stimulierender freilich die rund 70 Kongresse pro Jahr, mit denen Hotelzimmer und Restaurants auch außerhalb der Saison gefüllt werden können.

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