westliche Camargue, Aigues-Mortes

westliche Camargue und Aigues-Mortes (Provence) Süd-Frankreich

Fährt in der Süd-Provence man auf der D 38 nach Norden und dann auf der D 58, kommt man in die Ebene von Aigues-Mortes.

In diesem, dem westlichen Teil der Camargue, hat sich im Laufe der Jahre nicht viel verändert.

Ab und zu bekommt man ein echtes "mas" zu sehen, eines dieser typischen einstöckigen kleinen Häuser mit Reetdach, das auch nach Jahren noch den Winden des Mistral in Süd-Frankreich standhält. Die Ebene grenzt an fruchtbares Land, auf dem Wein und Getreide angebaut wird.

Nördlich der Stadt an der D 58 steht die Tour Carbonnière (Turm von Carbonniere), von der man eine herrliche Sicht auf dieses Anbaugebiet, auf die Ausläufer der Cévennes im Nordwesten, die Petite Camargue im Osten und die Salzflächen von Aigues-Mortes im Süden hat. Der Turm wurde zur Zeit der Kreuzzüge als Außenposten errichtet und diente zur Überwachung der einzigen Verbindungsstraße zur Stadt.

Die Landschaft der westlichen Camargue um Aigues-Mortes in Süd-Frankreich ist geprägt von Salzwasserlagunen und Kanälen, die die Petit-Rhône ins Meer leiten. Inmitten dieser Sümpfe, Salzebenen und des Lagunengebiets wurde die Stadt Aigues-Mortes 1241 gegründet. Den passenden Namen (Aigues-Mortes bedeutet „totes Wasser“) erhielt sie, da er einen schönen Kontrast zum Namen von Aigues-Vives („lebendes Wasser“), einer Stadt, die 20 Kilometer weiter nördlich liegt, bildetet.

Glücklicherweise hat sich Aigues-Mortes architektonisch nicht sehr verändert, und auch außerhalb der Stadtmauern sind nur wenige Gebäude hinzugekommen. So ist Aigues-Mortes heute eine gut erhaltene Stadt, die ihren mittelalterlichen Charakter weitgehend bewahrt hat. Die Befestigungsmauern sind völlig intakt und beherrschen noch immer die Umgebung.

Fotografiert man die Stadt in der Dämmerung von Südwesten aus, erhält man sicher ein eindrucksvolles Bild. Durch die scharfen Konturen der Zinnen wird die strategische Bedeutung dieser kuriosen mittelalterlichen Garnisonstadt nur betont.

Gleich wenn man durch das Stadttor von Aigues-Mortes kommt, sieht man viele nette kleine Straßen, die kreuz und quer durch die Stadt verlaufen und auf dem Stadtplatz enden. Auf diesem Platz steht eine Statue des heiligen Ludwig (König Ludwig IX.), des Schutzheiligen der Stadt, der ihr Sonderrechte und Privilegien verlieh. Obwohl hier ein Café und Restaurant neben dem anderen ist, empfiehlt es sich, in einer der benachbarten kleinen Seitenstraße ein Lokal zu suchen, das heimische Spezialitäten wie Gardiane de Taureaux (eine Art Rindfleischeintopf mit Oliven) oder verschiedene Fischgerichte anbietet.

Nach dem Essen wollten Sie vielleicht die Tour de Constance und die Stadtmauer besichtigen. Von dort oben hat man einen schönen blick über Aigues-Mortes. Der nordöstliche Teil der Stadt wurde bis zur Revolution von den Rittern des heiligen Johannes bewirtschaftet.

Der Hafen von Aigues-Mortes hat inzwischen keine Bedeutung mehr, doch ist die Stadt mit ihren 5 000 Einwohnern das Salz- und Weinzentrum des Gebiets der westlichen Camargue. Im Juli und August werden an jedem Mittwoch- und Freitagnachmittag Besichtigungsfahrten zu den Salins du Midi, den „Salzgebieten des Südens“, vom Fremdenverkehrsamt (am Stadtplatz) organisiert.

Um Aigues-Mortes wird in großem Stil der bekannte Wein Listel angebaut, ein vin de sable, dessen Reben direkt im Sand wachsen. Der Weißwein wird als gris de gris, der Rotwein als rubis bezeichnet und kann direkt bei den Erzeugern probiert werden.

Um die Pferde, die in der Camargue in Süd-Frankreich eine so wichtige Rolle spielen, spinnt sich eine Legende, die in Aigues-Mortes angesiedelt ist. Kleinen Kindern, die nicht brav gewesen sind, sagt man, dass „Lou Drape“ sie holen wird. Von diesem Pferd wird erzählt, dass es nachts über die Stadtmauer springt. Auf seinem langen Rücken haben hundert ungezogene Kinder Platz, die es mit in die Sümpfe nimmt und verschlingt.

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